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Bekanntschaften an der Pazifik-Küste Mexikos |
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Die Mannschaft vom Roten Kreuz in TepicEigentlich wollten wir nur Hebers Empfehlungsschreiben ausprobieren, das uns überall in Mexiko eine günstige Unterkunft beim Roten Kreuz sichern sollte. Doch im Laufe des Abends stellte sich heraus, daß Markus das Krankenbett wirklich nötig hatte: eine heftige Grippe, das bestätigte dann auch der Spätdienst habende Arzt. Am nächsten Morgen holten die Schwestern extra eine Übersetzerin herbei, um sich zu vergewissern, daß uns außer spanischen Vokabeln nichts fehlte. Wenige Tage später, nachdem Arzt und Rezept organisiert, Medizin wie Essen gekauft und Markus wieder einigermaßen auf dem Damm war, klappte mein Immunsystem zusammen. So lebten wir eine ganze Woche beim Roten Kreuz und fanden in den Ärzten und Schwestern neue Freunde. Sie waren alle total nett und rührig! Wir haben uns trotz der sehr einfachen Verhältnisse wie in einer Privatklinik gefühlt (siehe auch Bericht "Erlebtes/Buntes Mexiko"). Vielen Dank nochmal für die liebevolle Hilfe! (mi) |
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Eine WG in Guadalajara
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Markus und ChristianMarkus (mit gelbem T-Shirt) wurde von Gerardo (siehe auch Mexiko/Baja California) genauso von der Straße aufgegabelt wie wir. Als Markus von seinem Radelurlaub auf der Baja zurück war, konnten wir auch ihn in Guadalajara besuchen. Er lebt mit seiner Freundin Olivia bei ihrer Familie, wo ständig internationale Gäste zu Besuch sind. Zur Verabschiedung von Christina, der Deutschen gab es eine kleine Feier. Alfredo und seine Frau Conchita luden zum Essen ein und zeigten einen sehr spannenden und lustigen Film von Luis Estrada "La Ley de Heroes", in dem es um die Entstehung von Korruption geht. Zu den Gästen gehörte noch ein weiteres Radweltreisepärchen, Laurence und Frederic aus Frankreich sowie der ausgewanderte Deutsche Christian mit seiner mexikanischen Frau Lourdes und Olivias Schwester Mary. Das war ein supertoller Abend! (mi) |
![]() von unten nach oben: Frederic und Laurence, Mila, Christina, Lourdes und Christian, Markus, Mary, Alfredo Ortiz sen., Olivia und Conchita Ortiz |
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KarolynKarolyn war unsere Retterin, als wir in Troncones etwas überraschend unsere Bleibe verloren. Die hochgewachsene, attraktive Amerikanerin, die mit Sonnenbrille von allen für Julia Roberts gehalten wird, besitzt eine Bioranch und züchtet die leckersten Tomaten Mexikos - u.a. auch die legendären grünen Tomaten. Wir zelteten mehr als zwei Wochen auf der Ranch mitten im Dschungel, wo es von exotischen Tieren nur so wimmelt (siehe Bericht "Erlebtes/Dschungel-Idyll"). Einige Tage waren wir auf der Suche nach einem Eierdieb, der jeden Tag mehrere Eier verschwinden ließ, bis wir dann inflagranti eine große Schlange erwischten. (mi) |
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Xavierlernten wir beim Trampen nach Zihuatanejo kennen. Er war gerade mit Familie und Freunden aus Mexiko Stadt angereist, um in Troncones Urlaub zu machen. Xavier ist Ozeanologe und arbeitet an der Universität für ein interessantes Forschungsprojekt, bei dem die Anpassungsfähigkeit bestimmter Fische an Temperaturschwankungen untersucht wird, was letzten Endes Kenntnisse über Veränderungen bei der globalen Erwärmung liefern wird. Wir hatten einen supernetten Nachmittag mit seiner Familie und seinen Freunden. Hier lernten wir auch Rafaela kennen, die uns den Kontakt zu Haydee vermittelte (s.u.) (mi) |
![]() Xavier mit seinem Sohn Sergio, seiner Frau Tatiana, Eduardo, einem Freund mit seinem Sohn Alonso und Markus |
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Eva und JimDie beiden klugen Glückskinder Eva und Jim aus den USA haben einige Jahre in Hong Kong als Programmierer gearbeitet. Von dem ersparten Geld kauften sie sich ein Grundtück in Troncones und bauten ein Hotel zu einer Zeit, als es noch nicht einmal eine befestigte Straße dorthin gab. Nun haben sie das beliebteste Hotel vor Ort und verdienen in der Saison soviel, daß sie jedes Jahr mit ihrem Söhnchen einige Monate Urlaub machen können. Ihr Hund Keiko liebt Sonnenuntergänge. Während die anderen Hunde im Sand tollen sitzt Keiko ganz still und betrachtet andächtig die untergehende Sonne. Bei Eva und Jim durften wir unsere Homepage aktualisieren, die schöne Strandanlage mitbenutzen und ich konnte stundenweise im Hotelshop aushelfen, was mir sehr viel Spaß machte. (mi) |
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Joanne, Francis und CaseyDie einen planen es etwas länger (wir z.B. 6 Jahre), die anderen wie Francis und Joanne etwas kürzer (ein halbes bis ein Jahr), andere überlegen es sich, nachdem sie bereits ihr Heimatland verlassen haben: die Welt mit dem Fahrrad zu bereisen. Casey (siehe Bild zweiter von links) gehört zu den ganz spontanen: Er, der bisher Rucksacktourist gewesen war, kaufte sich in Guatemala ein gebrauchtes Rad samt Taschen und schloß sich kurz darauf Francis und Joanne an. Wir trafen das fröhliche Clübchen an einem heißen Vormittag an der Küste und gingen mit ihnen gemeinsam essen. Ein hilfsbereiter Polizist führte uns mitsamt Rädern kreuz und quer durch enge Marktgassen zu einem typischen Comedor, wo wir uns für wenig Geld inmitten des bunten Marktgetümmels die hungrigen Radlerbäuche vollschlagen konnten. Dann trennten sich wieder unsere Wege. (mi) |
![]() Francis, Casey und Joanne |
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Katrin und PatrickDie beiden Weltreisenden Katrin und Patrick lernten wir in einer Herberge in Oaxaca kennen. Gemeinsam machten wir uns ein paar schöne Tage in der Stadt. Katrin und Patrick haben uns schwer verblüfft: Es war, als wären sie unsere Zwillingsgeschwister. Sie hatten sich fast genau die gleiche Ausrüstung wie wir zugelegt (die gleichen Handtücher, die gleiche Digitalkamera, ebenso den gleichen Palm und die gleiche Falttastatur). Es gibt nur einen Unterschied: sie haben keine Fahrräder dabei. Sie haben natürlich auch eine Homepage, auf der man ihre Abenteuer mitverfolgen kann: p-thiery.de/ (mi) |
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Aura Liliana und ihre ElternWir waren mal wieder auf der Suche nach einem Schlafplatz und Markus fragte Auras Vater, ob er einen Zeltplatz in Jalapa wüßte. Daraufhin wurden wir sofort eingeladen. Ihre Eltern sind beide Grundschullehrer. Mit Aura und ihrer Freundin Yira übten wir unser Spanisch und deren Englisch ein. Anschließend startete Markus seinen ersten Versuch, in einer Hängematte zu übernachten. Mitten in der Nacht kam er dann zu mir ins Feldbett gekrochen. Auras Eltern schliefen derweil zu zweit seelenruhig in einer Hängematte. (mi) |
Yirah und ihre Freundin Aura Liliana
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Britta und AdrioAdrio, der Waliser ist Chef der "Ärzte ohne Grenzen" von Mexiko. Er lernte seine Frau Britta, die Hebamme ist, bei einem Einsatz in Afghanistan kennen. Nach einiger Zeit in den Niederlanden verschlug es die beiden nach Mexiko. Ihr vierjähriger Sohn Milan spricht inzwischen drei Sprachen fließend: englisch mit dem Papa, deutsch mit der Mutter sowie spanisch mit den Kindern in der Nachbarschaft und im Kindergarten. Sein Brüderchen Luki ist auch ein ganz Süßer. Das Haus von Britta und Adrio liegt am Stadtrand von San Cristobal de las Casas, so konnten wir viel vom Alltagsleben der armen Bevölkerung mitbekommen, die aus den Dörfern in den Bergen in die Stadt ziehen, um ihr Glück zu versuchen. (mi) |
![]() Milan, Adrio, Britta und Luki |
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HaydeeDie Mexikanerin, deren Name sich wie unsere "Heidi" schreibt, aber überhaupt nicht so ausgesprochen wird, ist die Frau von Arnoldo González Cruz, dem Entdecker der Grabkammer der "Roten Königin" und archäologischen Leiter von Palenque. Als Restauratorin hat sie Rafaela kennen gelernt, die wir bei Xavier in Troncones trafen. Wir trafen uns zweimal mit Haydee und fragten ihr über die Maya und ihre Kultur Löcher in den Bauch. Arnoldo konnten wir leider nicht treffen, weil er erst in Mexiko Stadt arbeiten mußte und dann unansprechbar war, weil die starken Regenfälle, die wir zu der Zeit in San Cristobal de Las Casas hatten, etliche seiner teuren Bücher unter Wasser gesetzt hatten. (mi) |
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