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Bekanntschaften in Guatemala

Jorge und seine Töchter

war unser erster guatemaltekischer Gastgeber. Er ist ein vielseitig begabter kreativer Mann, arbeitet als Architekt, Zimmermann, Elektriker, spielt Marimba wie Gitarre und hat vier bildhübsche Töchter. Seine Frau war zu der Zeit nicht da, als er uns zum Übernachten einlud. Sie war in die Hauptstadt gefahren, um ihrem Bruder zu helfen, der Opfer eines Überfalls geworden war. Unter anderem hatten sie ihm das Fahrrad abgenommen.
Mehr Bilder bei "Erlebtes/Guatemala: Erste Tage" (mi)

 


Jorge mit Markus und den vier Töchtern Silvia, Karen, Lesley und Wendy

Gaby und Josh

Gaby ist Dachgeberin in Quetzaltenango und eine erfolgreiche Radrennfahrerin. Seit zwei Jahren muß sie aufgrund einer Krankheit eine Zwangspause einlegen. Doch inzwischen fährt sie schon wieder durch Guatemalas Gebirgslandschaft, als wäre sie in den Niederlanden. Gaby leitet außerdem eine Spanischschule. Zur Zeit ist sie dabei einen wunderschönen, alten Kolonialbau in der Altstadt vor dem Zerfall zu retten. Josh aus den USA hilft ihr tatkräftig bei den Renovierungsarbeiten. Ein weiteres Foto von dem Gebäude, in das Gaby demnächst ihre Sprachschule verlegen möchte, findet Ihr im Bericht "Erlebtes/Guatemala: Farbenfrohe Armut". (mi)

 

Norbert

In Quetzaltenango gab es zu der Zeit, als wir dort waren, die allererste Ausstellung über Solarenergie. Norbert, der gebürtige Niederländer war mit einem Trupp Studenten aus der Hauptstadt angerückt, um mit verschiedenen Geräten und Vorträgen die Nutzung von Solarenergie zu propagieren. Der Kontrast hätte nicht stärker sein können, wie sie dort mit ihren futuristisch anmutenden Gerätschaften zwischen den barfußlaufenden Indigenas und den Schuhputzern vor den historischen Bauten Quetzaltenangos standen!
Wir trafen uns am Abend auf einen gemütlichen Plausch und Norbert erzählte uns von dem Entwicklungshilfeprojekt, an dem er mitarbeitet. Mit Hilfe von Solarmodulen wird Strom in die entlegensten Bergdörfer gebracht. Der Strom wird in erster Linie für die Beleuchtung der Zimmer genutzt. So können die Erwachsenen nach der Arbeit lesen und die Kinder ihre Hausaufgaben machen. Durch einen ausgeklügelten "Verkaufsvertrag" sichert man sich ab, daß die Dorfbewohner die Spenden nicht gleich bei nächster Gelegenheit gewinnbringend verhökern. Ein sehr interessantes Projekt! (mi)

Horst und Helga

Nachdem wir uns 13 Monate in der Welt herumgetrieben hatten, wollten meine Eltern gerne mal wieder ihr Töchterchen sehen und buchten mutig einen Flug ins ferne Guatemala. Der Versuch, sich optimal mit Impfungen vorzubereiten, kombiniert mit einer absoluten Fehlbehandlung seines Arztes brachte meinen Vater noch kurz vor der Abfahrt auf die Intensivstation. Nach Überwindung aller Schwierigkeiten konnten wir uns dann in Guatemala doch noch endlich wieder in die Arme schließen. Für meine Eltern wie für mich war es das erste Mal, daß wir so fern der Heimat waren. Die zwei Wochen in Guatemala haben meinen Eltern sehr gut gefallen, gemeinsam verbrachten wir eine Woche am Lago Atitlan, wo wir das Biospherenreservat und verschiedene Dörfer am See besichtigten. Das Dreirad-Taxi-fahren hat ihnen dabei besonders gefallen. Mein Bruder spart schon, um mich demnächst in Australien besuchen zu können. Was für eine Ehre! (mi)

 


Rosa und Domingo

Die Familie Roja beherbergt seit fünf Jahren, seit Bestehen der Sprachschule Corazon Maya, Sprachschüler aus aller Welt. Sie haben unglaublich viel Geduld mit uns gehabt, wie wir mit verschiedenen Vokabeln und Zeiten herumstotterten, um uns in Konversation zu üben. Rosa hat uns sehr lecker bekocht und beim Essen immer wieder aufgemuntert, unsere neuerworbenen Sprachkenntnisse zu üben. In den sieben Wochen, die wir mit dieser Familie lebten (der bisher längste Aufenthalt an einem Ort), bekamen wir einen tiefen Einblick in das Leben der armen Menschen in Guatemala. Rosa, die selber noch Analphabetin ist, ist sehr um die Ausbildung ihrer Kinder besorgt, um ihnen ein besseres Leben ermöglichen zu können, als sie es hatte. Wir sind absolut davon überzeugt, daß die Sprachschulen eine sehr gute Form des Tourismus sind und einen guten Beitrag zur Entwicklungshilfe im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe leisten (siehe auch Bericht "Erlebtes/Guatemala: Die Sprachschule"). (mi)

 


Mila mit Rosa, Sebastian und Domingo beim Frühstück.

Ronaldo

Bei einem Abschiedsessen haben wir die Besitzer der Sprachschule Corazon Maya noch ganz privat kennen gelern. Auch Ronaldo war natürlich mit von der Partie. Der Deutsche, der bereits seit einigen Monaten in der Schule ist, hat sich vorgenommen, Corazon Maya zur besten Sprachschule San Pedros zu machen. Wie wir selber feststellen konnten ist das Potential dort sehr groß, es fehlte nur ein wenig an Marketing und Werbung. Wir drücken ihm alle Daumen für das Gelinge. (mi)

 


vl.: Mila, Antonio, Chema, Marta und Ronaldo.

Kjersti, Ashley, Beate und Uwe

Und das sind sie die lerndurstigen Sprachschüler aus aller Welt. Kjersti und Ashley aus den USA haben mit uns zusammen bei der Familie Roja gelebt derweil Beate und Uwe aus Deutschland im Schulgarten zelteten. Die internationale Runde wurde noch durch die beiden Freundinnen von Kjersti abgerundet, die aus Hawaii kommen. Kjersti spricht übrigens fließend deutsch! Beate und Uwe sind wie wir auf Weltreise, allerdings mit Motorrädern. Das waren immer total nette Abende miteinander! (mi)

 


Im Uhrzeigersinn: Kjersti, eine Freundin von Kjersti, Uwe, Beate, eine weitere Freundin von Kjersti, Mila und Ashley.

Barbara

Das Dorf San Pedro LL ist ein Dorf wie viele andere in Guatemala: Straßenhunde, wohin man sieht. Sie leiden an Unterernährung, Parasiten und Krankheiten, tragen Spuren von Mißhandlungen und Unfällen, die nie behandelt wurden. Auch Hunden mit Besitzern geht es häufig nicht besser. Die armen Indigenas haben nicht das Geld, ihren Hund kastrieren zu lassen, somit steigt die Anzahl der Hunde massiv an. Durch ein bis zwei nächtliche Vergiftungsaktionen pro Jahr hat das Dorf bisher versucht, die Population zu senken. Die Tiere sterben dabei einen qualvollen Tod.
Im Sommer 2003 haben die beiden in San Pedro L.L. lebenden Deutschen Barbara Leuschner und Sandra Heinzelmann das "Proyecto-Perro-Callejero" gegründet und führen seitdem regelmäßige Kastrations-Aktionen durch. Unterstützung fanden sie in Dr. med. vet. M. Moulton aus Iowa (USA), der 2003 und auch 2004 als Voluntär viele Hunde in San Pedro L.L. kastriert hat. Barbara und Sandra haben weiterhin einen kleinen Tierladen eingerichtet, indem sie Impfungen, Medizin, Futter und Tierbedarf verkaufen. Ebenso werden dort die interessierten Dorfbewohner über Ernährung, Krankheiten und Erziehung der Hunde aufgeklärt.
Erste kleine Erfolge sind erkennbar: Die Bewohner von San Pedro haben den Laden angenommen und manche sogar auch erkannt, daß man einen Hund nicht allein mit Tortillas ernähren kann. Vor allem die Kinder imitieren nun den freundlicheren Umgang mit den Hunden, für die sie früher allenfalls einen Tritt übrig hatten. Ganz langsam zeigt sich ein Interesse der Menschen an der Gesundheit der Tiere.
Es haben sich in diesem Jahr auch guatemaltekische Tierärzte gefunden, die das Projekt durch unbezahlte Wochenendarbeit unterstützen. Somit konnten in den letzten drei Monaten ca. 100 Hunde und 20 Katzen kastriert werden. Das Projekt benötigt wieder Spenden, um die Narkosemittel und Medizin kaufen zu können. Gleichzeitig werden Tierärzte gesucht, die Interesse an Voluntärs-Arbeit, verbunden mit einem Urlaub am Lago Atitlan, haben. Zur Zeit versuchen Barbara und Sandra eine offizielle Organisation zu gründen, um mehr Kastrationen, auch in Nachbardörfern durchführen zu können.
Das San Pedro L.L. Straßenhunde-Projekt braucht dringend Verstärkung. Bitte melde Dich deshalb bei:
Barbara Leuschner (sakcari@yahoo.de)
Sandra Heinzelmann (pelo702001@yahoo.com)
Beide sprechen deutsch, englisch und spanisch. (mi)

Gelber

Schnaufend und schwitzend mit der Steigung kämpfend, konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, als uns zwei Polizisten in einem kleinen Pickup-Streifenwagen anboten, uns mitsamt Rädern mitzunehmen. Oben in Patzún angekommen, halfen uns Gelber und seine Kollegen dann auch mit der Unterkunft: Ein Mannschaftszimmer stand leer, da durften wir in den Etagenbetten schlafen. Wir waren doch etwas überrascht, wie einfach die Polizei in Guatemala ausgestattet ist: Es gab kein fließend Wasser, im unbefestigten Hof wurden die Fahrzeuge aus Fässern betankt, keine Computer stattdessen Schreibmaschinen und Karteikästen. (mi)

 

Debby

Debby ist eine abenteuerliche Musiklehrerin aus Oregon, USA, die mit ihrem Mann das Wagnis einging, die "sichere" Anstellung zuhause aufzugeben, um nach Zentralamerika auszuwandern und dort ein neues Leben zu beginnen. Man muß das Leben genießen, hier und heute, sagten sie sich damals, als hätten sie es geahnt: Vor zwei Jahren starb Ron. Debby stürzte sich zunächst ganz in ihre Arbeit an einer internationalen Schule. Inzwischen hat sie ihre alte Abenteuerlust wiedergefunden und plant einen neuen Ortswechsel: Großbrittanien reizt sie sehr. Wir haben ein paar Tage in Debbys schöner Wohnung in Guatemala Stadt gewohnt und sie auch einen Tag in der Schule besucht, wo sie uns eine interessante Führung gab. (mi)

 

Christian

Der junge Guatemalteke Christian hat uns so imponiert, daß uns schlicht die Luft wegblieb: Er ist selbständig als Webmaster und seine Wohnung hängt voll mit Auszeichnungen. Ständig bekommt er Einladungen, in verschiedenen Ländern Zentralamerikas Vorträge zu halten. Natürlich spricht er fließend englisch, seine Mutter und seine Geschwister übrigens auch. Vor wenigen Jahren entschied Christian, daß es ihm gut tun würde zu reisen und begann intensiv die Welt zu erkunden. Als Mitglied im Hospitality-Club konnte er auch im teuren Europa weit reisen und interessante Kontakte knüpfen.
Christian hat uns sehr beim Organisieren unseres Fluges nach Peru geholfen. Seine Familie half uns, beim Verpacken und Transportieren der Räder zum Flughafen sowie einigen anderen kniffligen Dingen, die wir vor der Abreise erledigen mußten.
Christians Homepage:
www.maestrosdelweb.com/blog/ (mi)

 

Bild fehlt noch
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