vorherige Seite       nächste Seite zur Startseite der Homepage

Bekanntschaften auf der Baja California

Gerardo

Mann, was hatten wir ein Glück, daß wir schon in den ersten Tagen einen radbegeisterten Mexikaner getroffen haben, der englisch spricht. Gerardo hat uns von der Straße weg zu sich eingeladen, durch das nächtliche Ensenada geführt und einen Schnellkurs in mexikanischer Lebensart verpaßt. Daß wir dabei gerade zu viert waren, weil wir uns mit unseren kalifornischen Freunden Claudia und Leon getroffen hatten, war für ihn kein Hindernis, uns sowohl ein üppiges Burritos-Abendessen und ein typisch mexikanisches Frühstück zu spendieren. Von Gerardo haben wir gelernt, daß Mexikaner gerne lachen und scherzen. Seiner Aussage nach bauen die Mexikaner trotz mörderischer Fahrweise weniger Unfälle als die Amerikaner, weil sie viel zu arm sind, um sich neue Autos leisten zu können. Wir hoffen, er hat recht, auch wenn es mehr wie einer seiner Scherze klingt.(mi)

 

Mila, Gerardo, Markus und Leon

Reina Elena und Francisco

Francisco hat uns eine Unterkunft in seinem Haus angeboten, als wir doch schon etwas nervös in der Dämmerung zwischen all den offenen Feldern hinter Camalu nach etwas Geborgenheit suchten. Seine Töchter Lluvia Rafaela und Bertha Alejandra verfolgten ganz aufmerksam, wie wir unser Nachtlager aufbauten, kochten und Backgammon spielten. Am nächsten Morgen kochte uns Reina Elena ein klasse mexikanisches Frühstück mit Eiern, Bohnenpüree und Kaktusgemüse (ohne Stacheln). Sehr lecker! Die Familie ist wirklich sehr arm, aber sie ließen es sich nich nehmen, uns vor der Abfahrt noch mit frischem Trinkwasser, Tomaten und Gurken auszustatten.(mi)

 

Andrew und Serge

sind wie wir Richtung Südamerika unterwegs. Andrew kommt aus Alaska, Serge aus Belgien. Die beiden haben sich per Zufall in den USA getroffen und sind seitdem gemeinsam unterwegs. Wir trafen die beiden unterwegs, trennten uns und trafen uns dann zwei Tage später in einem günstigen, mexikanischen Hotel in San Quintin wieder. Gemeinsam aßen wir auf dem Dach des Hotels Markus selbstgebackene Pfannekuchen. Wer mit ihnen Kontakt aufnehmen möchte, kann an folgende Adressen mailen:
Andrew: wellera@hotmail.com
Serge: sergeveldman@yahoo.com (mi)

 

Andrew, Markus und Serge

Helga und Gerd

Der himmelblaue Wagen, ein umgebauter Hanomag aus der ehemaligen DDR, hat uns sofort gefallen. "Das sind Deutsche!" jubelte Markus, als er das Kennzeichen sah. Das tat gut, endlich mal wieder mit jemandem deutsch reden zu können und dann noch mit so interessanten Menschen! Helga und Gerd reisen seit vielen Jahren durch Nord- und Südamerika. Sie haben Abenteuer erlebt! Markus tauschte sich mit Gerd über die vielen technischen Raffinessen des Hanomag aus, mit Helga plauderte ich übers Basteln, was auch eine ihrer Leidenschaften ist und gemeinsam sprachen wir viel darüber, wie es zur Zeit in Deutschland so ist. Mit anderen Worten: wir haben uns fast gegenseitig totgequatscht, so ein Nachholbedürfnis hatten wir! (mi)

 

Andi

den netten Bayern mit den strammen Waden trafen wir bei unserer Wüstentour kurz vor Rosarito. Wir nennen ihn den "Ironman", weil er so enorm sportlich ist und uns voll davongezogen ist. Aber er hat auch wirklich einen "Ironman" gemacht. "Wie kommt man dazu, für einen solch superharten Wettkampf zu trainieren?", fragten wir ihn. Andi erzählte von einem schweren Skiunfall, der ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Während er noch in Gips im Krankenhaus lag, faßte er den Entschluß, so lange zu trainieren, bis sein Körper wieder top fit sei, so fit, daß es für den Ironman reicht. Mit Andi verbrachten wir einige schöne Tage und folgten ihm auf Pisten, die wir sonst nie genommen hätten. (mi)

 

Andi, ausnahmsweise mal ganz unsportlich

Beth & Jeremy und Louis

Ein Radfahrer kommt selten allein. So trafen wir in der Wüste nicht nur Andi (siehe oben), sonderen auch Beth und Jeremy aus England sowie Louie von der Ostküste der USA. Alle drei haben sich ein Sabbatjahr gegönnt und radeln nun den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd ab. Louie schreibt jeden Tag über seine Reise einen Bericht und setzt ihn ins Internet. Ihr könnt ihn hier nachlesen. (mi)

 

Andi, Beth, Jeremy, Mila und Louis

Jose

war unser Retter. Wir sind Andi auf eine Piste gefolgt, die mit ihrem losen Schotter und der Wellblechoberfläche durchaus als "übel" zu titulieren ist. Andi schien das kaum was auszumachen. Mit seinen breiten Mountainbikereifen und der wilden Entschlossenheit eines Ironmans war er bald vor uns in den Bergen verschwunden. Wir bekamen nun doch Zweifel, ob wir die 40 km Rumpelkiste bergauf überhaupt an einem Tag schaffen würden. Da kam Jose mit seinem Laster und fragte, ob er uns mitnehmen könne. Aber ja!!! So konnten wir alle (auch Andi luden wir später mit auf) ganz entspannt am nächsten Tag die Höhlenmalerei in San Francisco betrachten. Auch auf dem Rückweg war Jose wieder zur Stelle, ein echter Engel! (mi)

 

Markus und Andi auf dem LKW und Jose bei der Fahrt. Die schlechten Piste hat seine ganze Konzentration in Anspruch genommen.

Jolynn und Richard

hatten uns vom Fleck weg in ihr Herz geschlossen. Zusammen mit Andi waren wir gleich zum Essen eingeladen. Daß es gerade Weihnachten war, spielte gar keine Rolle. Sie liehen uns dreien ihre Kayaks und bereiteten uns damit einen tollen Heiligabend (siehe Bericht Weihnachten 2003). Während Andi weiterzog, wurden Markus und ich an dem wunderschönenen Strand "Los Naranjos" fast seßhaft! Wir blieben das erste Mal auf dieser Reise ganze 3 Wochen an einem Ort. Dabei entstanden einige neue Homepageeinträge, Zeitungsartikel sowie zwei Wandgemälde (siehe unter Kunst/Malerei). Der Abschied fiel uns allen nicht leicht. Vielleicht sehen wir uns ja in einigen Jahren beim Burning Man Festival in Californien wieder. (mi)

 

Markus mit der süßen Hündin Margerita, Jolynn und Richard

Eulalio

der Ranchero hat uns freundlicherweise angeboten, auf seinem einsam gelegenen Hof zu zelten. Zum Abendessen gab es bei ihm frischen, selbstgemachten Käse, zum Früchstück brachte er uns frische Milch, direkt von der Kuh - sehr lecker! Eulalio und ich spielten eine Runde Backgammon, während Markus sich das Windrad einer Wasserpumpe näher anschaute. Es war vom Hurrikan im Herbst 2003 stark beschädigt worden. Überall hatten wir schon Spuren des Hurrikans gesehen, vor allem zerstörte Straßen, Häuser und umgeknickte Schilder. Leider war Eulalios Windrad zu sehr zerstört, sodaß Markus es nicht reparieren konnte. (ma)

 

_________________________________
vorherige Seite       nächste Seite zur Startseite der Homepage